27. Jänner 2010 | Tiroler Bauernbund
LH-Stv. Anton Steixner: „Genug geredet – Umsetzung muss folgen“
Treffen der Agrarspitzen aus Tirol, Bayern, der Schweiz und Südtirol in Sterzing

 
Ein neuer EU-Kommissar für die Landwirtschaft aus Rumänien, sein neuer Kabinettschef aus Tirol und vor allem die jetzt beginnenden Verhandlungen auf europäischer Ebene für die Finanzperiode 2013 bis 2020 waren Thema bei einem Treffen von Berglandwirtschaftsvertretern aus den Alpenländern.
 

„Es ist genug geredet worden, jetzt brauchen wir für unsere Bauern eine klare Umsetzung“, erklärte Bauernbundobmann LH-Stv. Anton Steixner. Er verwies auf die Treffen in Alpbach und Krün, wo die wesentlichen Forderungen der Berggebiete bereits vorgestellt wurden. „Die Situation hat sich geändert. Der neue Kommissar Dacian Ciolos ist für uns ein unbeschriebenes Blatt. Er ist jetzt unser erster Ansprechpartner für die Zukunft der Berglandwirtschaft“, so Steixner. Für ihn ist der Erhalt einer separaten Ausgleichszulage der Schlüssel der zukünftigen Förderungspolitik in Brüssel. „Damit sind alle Erschwernisse des Berggebietes abgegolten. Neue Schwerpunkte können wir aber im Bereich der Vermarktung unserer Produkte und bei der Unterstützung unserer Verarbeitungsbetriebe setzen“, meint Bauernbundobmann LH-Stv. Anton Steixner.

Dass die Forderungen auch bis in die Brüsseler Beamtenbüros durchdringen, dafür sieht Tirols oberster Bauernvertreter gute Chancen. „Mit der überraschenden Bestellung von Georg Häusler als Kabinettschef hat Kommissar Ciolos gerade in unsere Richtung ein positives Signal gesetzt. Häusler ist kein Unbekannter, er weiß um die Situation der Berglandwirtschaft. Er soll unser Fürsprecher werden“, führt Steixner aus. Ein erstes Treffen mit den Agrarlandesräten der Alpenländer ist bereits anberaumt.

Der Südtiroler Bauernbundobmann Leo Tiefenthaler sieht die zukünftigen Schwerpunkte vor allem in der Lobbying-Arbeit: „Die Berggebiete sind über ganz Europa verteilt. Die Nationalstaaten haben hier eine unterschiedliche Gewichtung. Wir brauchen Verbündete, um nicht durch den Rost zu fallen. Denn in Brüssel wird zwar immer vom Regionsgedanken geredet, noch haben aber die Länder das sagen“. Gemeinsam mit den Kollegen aus Bayern und Tirol will er bereits ab März dieses Jahres bei Abgeordneten, Beamten und Regierungsvertretern vorsprechen. „Die Union spricht über das Berggebiet. Damit haben wir viel erreicht. Jetzt müssen unsere Forderungen aber in den Vorschlag der Kommission für die nächste Finanzperiode kommen“, meint Tiefenthaler. Es gibt viel zu tun – für die bäuerlichen Familien in den Berggebieten. Darin waren sich alle Vertreter einig.

 


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