03. März 2010 |Tiroler Bauernbund Kössen heizt eneuerbar
LAbg. Franz Berger besichtigt mit Ortsbauernobmann Ägidius Achorner ein gelungenes Heizprojekt
Auf Initiative von Ortsbauernobmann und Gemeindevorstand Ägidius Achorner haben sich in Kössen vier Bauern zusammengeschlossen und ein Nahwärmeprojekt der besonderen Art umgesetzt. LAbg. Franz Berger zeigte sich beim Lokalaugenschein von der Anlage beeindruckt.
Seit dem Jahr 2005 betreiben die Landwirte Josef Fahringer (Hallbruck), Josef Fahringer (Altenhausen), Richard Tax und Peter Oberhauser gemeinsam ein Heizwerk unter dem Namen „Energie Kössen“. „Ein Vorzeigeprojekt“, meint LAbg. Franz Berger, der gemeinsam mit Bauernvertreter Agidius Achorner de Anlage besichtigte. „Alle wichtigen öffentlichen Einrichtungen beziehen ihre Heizwärme durch diese Anlage. So werden Volks- und Hauptschule, das Polytechnikum, aber auch der Kindergarten und das Altenwohn- und Pflegeheim mit Wärme beliefert“, führt Berger aus. Ihn freut besonders, dass der Rohstoff Holz aus den heimischen Wäldern rund um Kössen kommt. „Insgesamt sind es 1.300 Schüttraummeter Hackgut, das jährlich verheizt wird. Eine ganz schöne Menge. Das entspricht etwa 80.000 Liter Öl“, weiß Ortsbauernobmann Ägidius Achorner. Er war es, der im Gemeinderat die Initiative zum Umstieg auf erneuerbare Energien gesetzt hat und die vier Bauern bis zur Umsetzung begleitet hat. „Das Werk funktioniert bestens. Heuer kommt sogar noch die neue große Turnhalle dazu“, freut sich Achorner.
„Solche Projekte wie dieses hier in Kössen kann man noch in vielen Gemeinden umsetzen. In Zukunft führt kein Weg mehr an erneuerbaren Energien vorbei“, meint LAbg. Berger und ergänzt: „Wenn Kössen erneuerbar heizt, dann heißt das auch, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt, die landwirtschaftlichen Betriebe der Region unterstützt werden und gleichzeitig ein hoher Umweltnutzen entsteht. Besser kann man es eigentlich gar nicht machen“. Er hofft auf Nachfolgeprojekte im Bezirk Kitzbühel. „Vielleicht tut sich ja etwas nach den Gemeinderatswahlen“, hofft Berger abschließend.