06.04.2016

 

 

Es ist ein wiederkehrendes Problem. Im allen Bezirken Tirols kämpfen viele Bauern gegen den Hundekot auf ihren Feldern. „Hundekot ist weder Mist noch Dünger, sondern gefährlich für unsere Tiere“, so Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl, der die Initiative der Obmänner unterstützt. Besonders in den dicht besiedelten und stadtnahen Gemeinden ist durch die Zunahme der Hundehalter das Problem eklatant.

„Viele Hundebesitzer handeln vorbildlich und sammeln mit den von den Gemeinden ausgegebenen Gassi-Säcken den Kot ein, um ihn ordentlich zu entsorgen. Es gibt aber immer wieder negative Ausnahmen. Die Hundehalter wissen gar nicht, welchen Schaden sie damit auf den Feldern der Bauern anrichten“, so Raggl. In der Erntezeit verschärft sich die Situation. Raggl gibt zu bedenken: „Die Felder und Wiesen sind keine bunte Spielwiese für die Hunde. Hier werden Lebensmittel produziert. Kommt Hundekot ins Futter, fressen die Tiere das Gras nicht mehr. Es können sogar verschiedenste Krankheiten übertragen werden und im schlimmsten Fall kann es zu Totgeburten bei Rindern aller Altersklassen kommen.“

Oft werde er darauf hingewiesen, dass Hundekot ja gleich wie Mist sei. „Das ist ein fataler Irrtum. Auch wenn die Bauern gerade im Frühjahr ihre Felder oft intensiv düngen: Hundekot ist kein Mist, sondern verätzt die Grünflächen“, so Raggl. Beim Mist aus der Landwirtschaft spricht er von einer natürlichen Düngung im Sinne einer nachhaltigen und ökologischen Kreislaufwirtschaft. Der Dünger wurde gelagert und verliert damit an ätzenden Stoffen und ist durch die Ausbringung die Basis für das Wachstum. Der Bezirksbauernobmann dankt allen Hundehaltern, die vorbildlich agieren. „Man muss nur an den eigenen Garten oder an öffentliche Spielplätze und Grünflächen denken. Dort soll auch alles sauber sein und jeder kleinste Dreck ist ein Dorn im Auge. Das will man weder Erwachsenen noch Kindern zumuten. Die Hundebesitzer haben es in der Hand“, unterstreicht der Bauernbunddirektor.

Kein Kavaliersdelikt

Für die Bezirksbauernobmänner und den Tiroler Bauernbund ist Aufklärung und Bewusstseinsbildung an oberster Stelle. Hundebesitzer, die ein gutes Miteinander und damit das Wohlergehen der Tiere ernsthaft gefährden müssen anfangen umzudenken. Durch Faulheit der Hundehalter kommt es zu einer ernsthaften Gefährdung von Weidetieren. Es wird niemandem untersagt mit dem Hund eine Wanderung zu unternehmen. Es geht primär darum die Gassi-Säckchen zu verwenden und den Hundekot zu entfernen, damit es Hund und Kuh auch weiterhin gut geht. Der Tiroler Bauernbund bittet alle Hundehalter, auf die Hinweise der Bauern zu hören, damit ein gutes Miteinander in der Gemeinde gewährleistet werden kann. Dazu werden auch Hinweisschilder zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt (siehe Anhang) und versucht über Regionalmedien, Internet, Social Media usw. Bewusstseinsbildung in der breiten Öffentlichkeit zu machen. Über die Facebookseite Tiroler Bauern konnte kürzlich sogar ein kleiner Rekord aufgestellt werden: das Hundekotschild erreichte mittlerweile 1, 8 Millionen Menschen und wurde über 7000 Mal geteilt – ein Zeichen, dass es sich um ein wichtiges Anliegen handelt.

Bestellungen

Da die erste Auflage der Hundekottafeln binnen kürzester Zeit vergriffen war, haben wir uns entschieden, die Schilder noch einmal produzieren zu lassen.
Die Hundekottafeln sind im Büro des Tiroler Bauernbundes zu einem Unkostenbeitrag von 7 Euro erhältlich.
Bestellungen unter 0512/59900-12 oder tbb@tiroler-bauernbund.at


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Hundekottafeln bestellen!

Die Hundekotproblematik ist ein ernst zu nehmendes Thema und betrifft viele Bauern in unserem Land. Wir setzen auf Aufklärung und bieten deswegen unsere Hundekottafeln zum Verkauf an. Infos, Bestellungen etc. unter tbb@tiroler-bauernbund.at oder Tel. 0512/59900-12

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