11.01.2018

Josef Geisler, Sie sind seit fast fünf Jahren Bauernbundobmann und seit 1994 im Tiroler Landtag – was bewegt?
GEISLER: Für Menschen da zu sein und Verantwortung zu übernehmen - das ist und bleibt mein Beweggrund, sowohl als Bauernbundobmann als auch als Landeshauptmann-Stv. tätig zu sein. Ich bringe dafür die nötige Erfahrung mit, kann auf eine erfolgreiche Arbeit – sowohl in der Kommunal- als auch in der Landespolitik – verweisen und nehme für mich in Anspruch, dass ich immer ehrlich gehandelt habe. Das ist mein Stil: Wir brauchen Politiker, die ehrlich die Anliegen der Menschen vertreten und die auf ihre Kompetenz verweisen können.

Was sind die wesentlichsten Errungenschaften der vergangenen Jahre?
GEISLER: Es ist uns in den vergangenen Jahren gelungen, sehr wesentliche Gesetzesnovellen umzusetzen, die unsere Bauern stärken und die Bevölkerung in den Gemeinden nachhaltig absichern, darauf bin ich besonders stolz. Ich bin jedoch ein Mensch, der sich nicht gerne auf Vergangenem ausruht, sondern lieber den Blick nach vorne richtet. Es geht uns insgesamt in Tirol nicht schlecht und ich bin froh, mit meiner Familie in einem Land zu leben, in dem Friede und Wohlstand herrschen. Dennoch dürfen wir uns aber den Herausforderungen nicht verschließen. Wir müssen weiterhin hart anpacken, strategisch gut handeln und stark verhandeln – nur so haben unsere bäuerlichen Familien Zukunftschancen. Und eines muss uns dabei klar sein: Wirklich stark sind wir nur, wenn wir zusammenhalten.

Was sind die größten Herausforderungen in nächster Zukunft?
GEISLER: Um weiterhin für die Menschen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum arbeiten zu können brauchen wir zu allererst die vollste Unterstützung unserer Mitglieder bei den bevorstehenden Wahlen. Nur wenn wir geschlossen hinter unseren Kandidaten in den einzelnen Bezirken stehen und sie mit ausreichend Vorzugsstimmen stärken, können wir auch weiterhin eine starke Vertretung im Tiroler Landtag haben. Es wäre bitter, wenn wir unsere Stimme aus der Hand geben und somit andere Menschen über uns entscheiden lassen. Ganz offen bitte ich also um die Vorzugsstimme für unsere bäuerlichen Kandidaten. Es ist uns gelungen, mit einem sehr breit aufgestellten Team bei den Wahlen anzutreten. Der Bauernbund ist schon lange nicht nur Vertreter der kernbäuerlichen Themen, sondern beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit den Anliegen der gesamten ländlichen Räume. Unsere Abgeordenten sind starke Männer und Frauen, die vor Ort für die Menschen da sind und für sie und ihre Anliegen im Landtag arbeiten wollen – jede Stimme ist Ehre und Auftrag zugleich.

Was sind die wesentlichsten Zukunftsthemen?
GEISLER: Wer von Zukunft spricht muss zu allererst an unsere junge Generation denken. Ich bin stolz auf unsere Bauernbund-Jugendorganisation, die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend, die mit über 18.000 Mitgliedern als größte und aktivste Jugendorganisation Tirols gerade im ländlichen Raum sehr viel bewegt und eindrücklich beweist, dass unsere Jugend ihre eigene Zukunft aktiv mitgestaltet. In Rotholz entsteht mit der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt eine der österreichweit fortschrittlichsten Ausbildungsstätten im agrarischen Bereich und ich bin mir sicher, dass Bildung immer noch die beste Investition in unsere Zukunft ist. Diese Lehranstalt macht Tirol somit zu einem der wichtigsten agrarischen Bildungsstandorte Westösterreichs und davon profitiert das ganze Land.

Thema Vermarktung bäuerlicher Erzeugnisse – sind wir professionell genug unterwegs?
GEISLER: Ich war lange Jahre Obmann einer Sennereigenossenschaft und bin jetzt als Obmann der Agrarmarketing Tirol der festen Überzeugung, dass es uns in Zukunft noch besser gelingen muss, den Markt vor der eigenen Haustüre zu bedienen. Wir müssen es schaffen, unsere hochwertigsten Erzeugnisse dem Konsumenten so anzubieten, wie er es braucht. Zahlreiche Initiativen wie die Käseschneide- und Verpackungsanlage in Schlitters, der Schlacht- und Zerlegebetrieb Obermoser in Söll oder aber die Getreideaufbereitungsanlage in Flaurling, sowie die Modellregion  Landeck sollen helfen, die Kreisläufe vor Ort noch professioneller zu schließen.

Danke für das Gespräch!      

 

Zur Person

LHStv. Ök.Rat Josef Geisler lebt mit seiner Familie in Aschau im Zillertal. Der 56-Jährige ist mit Sabina verheiratet und Vater der Zwillinge Jakob und Josef.

Bauer aus Leidenschaft
Seit dem 19. Lebensjahr ist der Landwirtschaftsmeister beim „Hotter-Hof“ mit voller Leidenschaft Bauer und Holstein-Züchter. Mit Unterstützung seiner Familie bewirtschaftet er den Hof  mit 15 Hektar Grünland und 7 Hektar Wald. Am Hof sind 15 Holsteinkühe mit Nachzucht.

Funktionär und Politiker
Josef Geisler wurde bereits mit 28 Jahren zum jüngsten Obmann eines Rinderzuchtverbandes –des Holstein-Zuchtverbandes– gewählt. Er war später auch wesentlich an der Fusion der Zuchtverbände beteiligt. Bereits seit 2006 besteht der Rinderzuchtverband Tirol. Josef Geisler hat große politische Erfahrung – er kann aber auch auf ausgezeichnete agrarische Kompetenz verweisen. Hier ein kleiner Überblick:  
1981–1990 Jungbauernobmann bzw. Gebietsobmann
1987–1993 Bezirksjungbauernobmann
1988–2002 Bezirksbauernobmann-Stv.
2002–2014 Bezirksbauernobmann
2003–2009 Bürgermeister von Aschau
Seit 1994 im Landtag
2008–2014 Klubobmann der VP-Tirol
1998–2007 Obmann Maschinenring
1997–2007 Obmann MR-Service Tirol
2006–2013 Bezirksparteiobmann Schwaz
Seit 2013 Obmann des Tiroler Bauernbundes, und Landeshauptmann-Stv. sowie Obmann der Agrarmarketing Tirol

Meine politischen Ziele

1. Stärkung der heimischen Landwirtschaft – Ausgleich und Leistungsabgeltungen wertsichern, um die flächendeckende Landwirtschaft in Tirol zu erhalten
2. Lebendige Dörfer mit Chancen für die Jungen – den ländlichen Raum lebenswert halten, ärztliche Versorgung, Vereine, Infrastruktur, Bildung, Mobilität, ..
3. Wohnen und Arbeiten – Ausbildungsmöglichkeiten, attraktive Jobs und Wohnbedingungen in den Regionen, damit die Zukunft am Land lebenswert bleibt
4. Bessere Vermarktung heimischer Produkte – regionale Kreisläufe schließen, Produkte marktgerechter anbieten, bessere Zusammenarbeit von Tourismus und Landwirtschaft, ...
Darum: Stärken Sie JOSEF GEISLER am 25. Februar und geben Sie ihm Ihre Vorzugsstimme!


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Dienstag, 23. Januar 2018
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Dienstag, 23. Januar 2018
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