30.11.2017

Beim Jahresforum zur EU-Alpenstrategie am letzten Donnerstag trafen sich erneut Alm- und Bergbauern, Weidetierhalter und Schäfer in der bayerischen Landeshauptstadt, um von den politisch Verantwortlichen erneut einen wirksame Schutz ihrer Weidetiere vor den großen Beutegreifern zu fordern.
„Der Wolf ist zurück im Alpenraum. Weil er streng geschützt ist und keine natürlichen Feinde hat, kann er sich nahezu ungehindert ausbreiten“, sagte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl vor rund 200 Bauern aus Österreich und Deutschland. „Immer mehr Kühe oder Schafe werden vom Wolf getötet. Die für die Alpen so typische Weidehaltung ist gefährdet. Wenn das so weitergeht, haben wir in den Alpen bald nur noch Wolfsreviere statt Weidetiere!“

Probleme der Alm- und Bergbauern ausgeblendet
Auf einigen Almen werden wegen der Bedrohung durch Wölfe bereits jetzt keine Tiere mehr aufgetrieben, so Heidl. Während beim Jahresforum der EU-Alpenstrategie (EUSALP) die Umweltminister im Alpenraum über ein Netzwerk debattieren, das die verschiedenen Schutzgebiete und Biotope verbinden soll und dem Wolf damit eine noch schnellere Ausbreitung ermöglicht, werden die Probleme der Alm- und Bergbauern ausgeblendet, kritisierte Walter Heidl. Die Tiroler Delegation wurde von Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger angeführt. „Gerade unsere traditionelle Form der Alm- und Berglandwirtschaft schafft die Grundlage für Tourismus, für Wertschöpfung und viele Arbeitsplätze. Durch die ungehinderte Ausbreitung des Wolfes steht die Weidetierhaltung vor dem Aus“, richtete Hechenberger eine deutliche Warnung an die bayerische Staatsministerin Beate Merk, die derzeitige Vorsitzende von EUSALP. Im grenzüberschreitenden Positionspapier, das der Staatsministerin überreicht wurde, wird unter anderem eine Herabstufung des Schutzstatus des Wolfes zur notwendigen Bestandsregulierung, die Schaffung von wolfsfreien Zonen, die ausnahmslose Entnahme von Hybriden und die vollständige Übernahme von Kosten und Maßnahmen im Zusammenhang mit großen Beutegreifern durch den Staat gefordert.

Foto: Der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl (Bildmitte) und Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger demonstrierten mit rund 200 Bauern aus Tirol, Salzburg und Bayern vor der BMW-Welt in München für den Schutz der Alm- und Berglandwirtschaft vor Großraub-tieren.


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