23.11.2017

Wir sind gut beraten, die Pflege und Wartung unserer Wälder bestmöglich aufrecht zu erhalten. Nicht zuletzt deshalb, weil unsere Wälder eine wesentliche Schutzfunktion für uns alle übernehmen“, so LAbg. Josef Edenhauser im Tiroler Landtag. Edenhauser ist Landwirtschaftssprecher der Tiroler Volkspartei und erklärte die wesentlichsten Eckpunkte der Änderungen in der Tiroler Waldordnung, die in der Sitzung einstimmig angenommen wurde. „Tirol ist im Bundesländervergleich in Sachen Waldpflege und Instandhaltung weit voraus und hat über Jahrzehnte hinweg viele nachhaltig wirksame Maßnahmen zum Schutz des Waldes entwickelt.“
In der Tiroler Waldordnung sind jene forstlichen Agenden geregelt, welche im Forstgesetz der Landesgesetzgebung übertragen wurden. Mit der vorliegenden Novelle wurde die Tiroler Waldordnung erstmalig in einem größeren Umfang geändert. Josef Edenhauser gab im Gespräch mit der Tiroler Bauernzeitung einen Überblick über die wesentlichsten Änderungen.

Aufteilung der Waldaufsichtskosten
„Einerseits wird die Umlage der Waldsaufsichtskosten auf die Waldeigentümer neu gefasst und andererseits wir der schon bisher per Richtlinie der Landesregierung gegebene Landeszuschuss zu den Waldaufsichtskosten gesetzlich geregelt“, so Edenhauser. Dabei sei für Waldbesitzer wissenswert, dass der Landesbeitrag zum Personalaufwand für die Gemeindewaldaufseher höchstens 50 Prozent jenes Betrages, der nach Abzug der höchstzulässigen Umlage verbleibt, beträgt, erklärte Edenhauser gegenüber der Tiroler Bauernzeitung.

Regelungen zur Walddatenbank
Die Walddatenbank, welche dem Landesforstdienst, den Mitgliedern der Forsttagsatzungskommissionen und den Gemeindewaldaufsehern als zentrale EDV-Anwendung zur Verfügung steht, wird auf eine zeitgemäße gesetzliche Grundlage gestellt. Die  Walddatenbank ist nicht nur zentrales Informationsinstrument, sie dient auch dazu,  alle organisatorischen Belange der Forsttagsatzungskommissionen und die Verfahren über Fällungsanträge von der Antragstellung bis zur Bescheiderstellung abzuwickeln.

Ausbildung der Gemeindewaldaufseher
„Das forstwirtschaftliche Ausbildungswesen, das in Rotholz angesiedelt ist, wird in zweifacher Hinsicht ausgebaut. Zum einen wird das Stundenausmaß des Ausbildungslehrganges auf 1.800 Stunden erhöht. Zum anderen wird ergänzend zum Ausbildungslehrgang ein Fortbildungslehrgang im Ausmaß von 500 Stunden etabliert, den die Gemeindewaldaufseher künftig während der ersten fünf Berufsjahre absolvieren müssen“, schildert Edenhauser die Entwicklungen im forstwirtschaftlichen Bildungsbereich.
„Mit diesem neuen Ausbildungsmodus wird eine fachliche Befähigung erlangt, die jener des Forstwartes als Absolvent der Forstfachschule Traunkirchen im Wesentlichen gleichwertig ist. Im Wesentlichen werden vor allem die Praxisausbildung sowie die Fortbildung auf das jeweils eigene Waldbetreuungsgebiet kann mit dieser Ausbildung ein der Forstwarteausbildung vergleichbares Bildungsniveau sichergestellt werden. Darüber hinaus bietet die Ausbildung ein spezifisches Fachwissen, das auf die besonderen gesetzlichen Anforderungen in Tirol abgestimmt ist“, betont Edenhauser den Mehrwert einer fundierten Fachausbildung im Forstbereich.

Kostenrefundierung zur Waldbrandbekämpfung
In der novellierten Waldordnung sind die Kosten zur Waldbrandbekämpfung vom Bund zu tragen, weil die Waldbrandbekämpfung in die mittelbare Bundesverwaltung und auf Gemeindeebene überdies in den übertragenen Wirkungsbereich der Gemeinde fällt.
Hubschraubereinsätze sollen künftig primär auf privatrechtlicher Grundlage erfolgen, die bestehenden Kostentragungsregeln werden auf diesen Fall ausgedehnt.
„Nun werden die Bestimmungen zur Refundierung der Waldbrandbekämpfungskosten für alle Gebietskörperschaften zufriedenstellend geregelt“, so Edenhauser abschließend.


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