16.11.2017

Herausgekommen ist eine Mischung fachlich schwach recherchierter Darstellungen der Grünen und teils scharfe Schüsse gegen die Grüne Fraktion.
Auszüge aus dem Redebeitrag  der Grünen BR Nicole Schreyer: „In meiner Kindheit haben Wiesen in Tirol ganz anders ausgeschaut (...) heute findet man viele Blumen nur noch auf Wiesen, die nicht gedüngt werden (...) Gründe sind die intensive Düngung mit hohen Stickstoffraten  (...) Fettwiesen werden öfter gemäht und öfter Mähen bedeutet, dass viele Blüher erst gar nicht mehr in die Blüten und Samenreife kommen (...) ein weiteres großes Problem sind Siloballen, also die großen runden weißen und heute teilweise schon rosaroten Plastikbälle auf der Wiese (...) 1988 hat es 77 Siloballen in Österreich gegeben, 2006 waren es 5,6 Mio. Stück in Österreich. Siloballen sind Insektengräber. Wenn Wiesen gemäht werden und Heu gemacht wird, haben Insekten und auch alle anderen Tiere einen langen Fluchtzeitraum. (...) Insekten haben bei der Siloproduktion zu wenig Zeit zum Flüchten. Das ist also auch ein Grund für den dramatischen Insektenschwund in Tirol.“
LAbg. Martin Mayerl begrüßte den Vorschlag der Grünen, endlich einmal ein Umweltthema im Tiroler Landtag umfassend zu beleuchten. „Ein bisschen werde ich jedoch das Gefühl nicht los, dass es sich hierbei um den Versuch handelt, Grüne Kernwähler zurückzuerobern. Und ich befürchte, dass die Grünen aus ihrer Wahlschlappe nichts gelernt haben, denn hier wird abermals ein Thema besetzt, das an wahren Bedürfnissen der Tiroler Bevölkerung vorbeigeht.“

Geschützte und ungeschützte Flächen
„Wir haben in Tirol im Vergleich zu anderen Bereichen in Europa eine sehr kleinstrukturierte Landwirtschaft, in der es sowohl intensive als auch extensive Bewirtschaftungsformen gibt und wo sehr viele Betriebe seit langem biologisch bewirtschaftet werden“, so Mayerl. „Wenn ich durch Osttirol fahre, dann fahre ich zuerst durch das Nationalparkgebiet Hohe Tauern dann durch das Natura 200 Gebiet Isel und dann durch das „normale“ Osttirol. Wer kennt da den Unterschied? Ich traue mich zu behaupten, dass in einer Nationalpark-Gemeinde die Natur nicht anders ausschaut und über diese Tatsache bin ich froh“, schilderte Mayerl die Situation in seiner Heimat.
„Ich betreibe einen Mutterkuhbetrieb, mähe meine Wiesen zwei Mal und ich glaube, ich wirtschafte standortgetreu. Die Alternative dazu wäre, dass ich Kraftfutter aus Ostösterreich oder Rumänien zukaufe, wo mit Pflanzenschutzmittel gearbeitet wird. So hätte ich zwar auf meinen Wiesen die Biodiversität erhöht, jedoch intensi-vere Landwirtschaft in anderen Regionen unterstützt“, warnt Mayerl vor weiteren Auflagen für heimische Bauern.
Einen Seitenhieb auf vermeintliche Moralapostel in Sachen Fleischkonsum konnte Mayerl sicn nicht verkneifen: „Ich glaube, wir sollten Fleisch und Gemüse bewusster konsumieren. Das heißt, vielleicht seltener und dafür zur besseren Qualität aus der Region greifen. Ich finde es fast schon amüsant, wenn Menschen aus ethischen und Klimaschutzgründen mit erhobenem Zeigefinger auf Fleisch verzichten, jedoch ihren Haustieren täglich Fleisch verfüttern.“

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Labg. Hermann Kuenz ergänzte: „Wiesen sind landwirtschaftliche Kulturflächen und nur durch die Bewirtschaftung unserer Bauernfamilien bleiben sie erhalten. Einsam wird es auf der Wiese nur ohne Bauern. Nämlich dann, wenn sie nicht mehr bewirtschaftet werden. Wir haben eine Vielfalt an Schutzflächen in Tirol.“
LHStv. Josef Geisler ergänzte: „Stirbt die Biene, stirbt der Mensch. Das ist eine alte Weisheit und deswegen gilt es unsere Umwelt zu schützen. Mir ist es jedoch wichtig klar zu stellen, dass Landwirtschaft in unserem Land zwischen Anspruch und Wirklichkeit lebt. Und wenn hier die Landwirtschaft als großer Gefährder der Insekten dargestellt wird dann möchte ich klar festhalten: Wir haben in Tirol keine industrielle Landwirtschaft, sondern eine ausgesprochen kleinstrukturierte Berglandwirtschaft, die sehr nachhaltig wirtschaftet. Deswegen ist das Thema Überdüngung ist in Tirol eine Mär. In Tirol haben wir auf 1 Hektar 1,2 Großvieheinheiten, in Holland sind 10 GVE pro Hektar. Wir sind in vielen Bereichen Weltmeister im Umweltschutz. Das ist mir wichtig hier zu erwähnen.“

Foto: LAbg. Hermann Kuenz.


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