19.10.2017

Ja, der Butterpreis ist in den vergangenen Monaten gestiegen. Und Ja, Gott sei Dank. „Es handelt sich dabei jedoch nicht um die Erreichung eines Rekordpreises, sondern ist es tatsächlich so, dass sich der Preis nun endlich in den Bereich der Normalität zurückhantelt“, erklärt Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl den Sachverhalt.

Laut einer Erhebung der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) machen die Ausgaben für Butter derzeit nur 0,17% der Haushaltsausgaben aus. Hier ortet Raggl eine massive Schieflage in der Berichterstattung. „Man kann doch trotz der Preissteigerung bei Butter, daraus nicht die Verantwortung für die Gesamtinflation von 2,4% ableiten. Nur 11,5% der Haushaltsausgaben entfallen auf Nahrungsmittel und verschwindend geringe 1,53% davon auf Milchprodukte. Über den Daumen gerechnet geben wir Tiroler, verursacht, durch den gestiegenen Butterpreis, nicht einmal 1 Euro mehr pro Monat für Milchprodukte aus.“

Ein Grund, weswegen Butter auch teurer geworden ist hänge sicherlich mit der Sensibilität der Bevölkerung zusammen, so Raggl: „Die Thematik rund um das versteckte Palmöl in sehr vielen Nahrungsmittel hat die Menschen aufhorchen lassen. „Die Anbaufläche für Ölpalmen in Indonesien wurde in den letzten 30 Jahren kontinuierlich vergrößert. Betrug dort die Anbaufläche im Jahr 1981 zB 2300 km2 so waren es im Jahr 2015 bereits 90.000 km2. Um Platz zu bekommen werden Regenwälder gerodet und Sumpfgebiete trocken gelegt. Von den produzierten Treibhausgasen und giftigen Rauchdämpfen, die bisher zigtausende Todesopfer forderten, und den für immer ausgerotteten Tier- und Pflanzenarten nicht erst zu reden. Viele kaufen bewusster ein und achten tatsächlich auf Regionalität und Qualität. Dass in Schokolade, Eis etc. Milchprodukte durch das billigere Palmöl aus Übersee ersetzt wurde, wird eben heutzutage nicht mehr einfach so hingenommen“, schildert Raggl eine Entwicklung. „Menschen in Tirol wissen es auch immer mehr zu schätzen, woher die Lebensmittel kommen, die sie essen und wie sie produziert werden. Viele greifen zum Lebensmittel direkt vom Bauern in der Region, weil sie sich darauf verlassen, dass es sich um ein gesundes und vor allem sicheres Produkt handelt.“

Noch etwas gibt dem Tiroler Bauernbunddirektor zu denken. „Was mich an der ganzen Debatte am meisten aufregt ist die Tatsache, dass wir hier viel Wirbel um lediglich 0,17% der gesamten Haushaltsausgaben machen. Wenn es jedoch darum geht, ein neues Auto, Handy, etc. zu besorgen, dann machen ein paar Hunderter mehr anscheinend nichts aus, wenn es um die bessere Technik geht. Dabei geht es bei Lebensmitteln immerhin um unsere Gesundheit.“

Abschließend appelliert Raggl: „Ich bitte bei diesen Themen den Boden der Realität nicht aus dem Blick zu verlieren. In dem man so tut, als würde es sich hier um die Teuerung des Jahrtausends handeln, schadet man letztendlich der heimischen Landwirtschaft.“

Foto: Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl


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