05.10.2017

Der Wolf ist zurück und weil der Wolf unter strengem Schutz steht und keine natürlichen Feinde hat, breitet er sich nahezu ungehindert aus. In Europa leben inzwischen schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Tiere. „Die Bauern im Alpenraum stellt diese Entwicklung vor massive Probleme. Auf den Weiden und Almen werden immer mehr Kühe oder Schafe vom Wolf getötet, die für die Alpen so typische Weidehaltung ist gefährdet. Auf der Tagesordnung des Treffens der Umweltminister des Alpenraums, das heute in München stattfindet, sucht man die Probleme von Schäfern, Berg- und Almbauern trotzdem vergebens“, kritisiert Günther Felßner, Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes. „Was die Alpen lebens- und liebenswert macht, sind doch nicht Wolfsreviere, sondern unsere Weidetiere!“
„In einigen Alpenregionen werden   wegen der Bedrohung durch den Wolf bereits jetzt keine Weidetiere mehr aufgetrieben: Kommt der Wolf, gehen der Bauer und das Vieh“, sagte Felßner.
Gemeinsam haben 26 Bauernverbände und Organisationen aus Südtirol, Österreich und Bayern nun ein Positionspapier mit dem Titel „Große Beutegreifer bedrohen Berglandwirtschaft!“ an Ulrike Scharf, bayerische Umweltministerin und im Moment Vorsitzende bei EUSALP, übergeben.

Positionspapier an Umweltministerin übergeben
Gefordert werden darin:
- Schutz und Erhalt der bäuerlichen Weide-, Freiland- und Offenstallhaltung
- Erstellung einer umfassenden Folgenabschätzung zur Verbreitung des Wolfes
- Berücksichtigung der Bedürfnisse der Bevölkerung und des Tourismus
- Aufrechterhaltung der bisher üblichen Weidewirtschaft
- Vollständige Übernahme von Kosten und Maßnahmen durch den Staat
- Anerkennung länderübergreifender Population von großen Beutegreifern wie Wolf und Bär
- Ermittlung und Entnahme von Hybriden
- Lösung bestehender, rechtlicher Fragen und Konfliktfelder
- Beweislastumkehr bei Rissen und anderen Problemen mit großen Beutegreifern
- Sicherheit der Menschen im ländlichen Raum in den Vordergrund stellen

Der Tiroler Bauernbund organisierte die Fahrt nach München, um dort auf das ernste Anliegen in der Wolfproblematik im Rahmen einer Demonstration aufmerksam zu machen. „Wir brauchen nur über die Landesgrenzen nach Südtirol zu schauen, um zu wissen, welche Schäden die Wölfe anrichten. Angst und Wut machen sich in der Bauernschaft breit. Deswegen erachte ich es als wichtig, dass wir als Bauernvertreter diese Stimmung direkt an die Entscheidungsträger weitergeben“, so Christian Angerer, Obmann der Tiroler Maschinenringe und selbst Schafzüchter.

Starke Tiroler Abordnung
40 Bauern folgten der Einladung, um sich für den wolffreien Alpenraum und damit einhergehenden Erhalt der Alm- und Landwirtschaft stark zu machen. Mit dabei waren unter anderem Michael Bacher, Obmann des Tiroler Schafzuchtverbandes, Lanzinger Josef, Obmann des Tiroler Almwirtschaftsvereins, Bauernbund-Ehrenobmann Toni Steixner, Nationalratswahlkandidat und Obmann der Tiroler Maschinenringe, Christian Angerer, und als Sprecher Agrarklubobmann Hermann Kuenz.  
Kuenz verdeutlichte die enormen Schäden, die mit einer Wiederansiedelung des Wolfes einhergehen: „Südtirols Bauern haben heuer teilweise frühzeitig ihre Tiere von den Almen geholt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Wolf auch nach Nord- und Osttirol kommt und dort damit beginnt unsere Almtiere zu reißen“, schilderte Kuenz den Sachverhalt.
„Ich erhebe meine Stimme sowohl für die Landwirtschaft als auch für den Tourismus. Die Auswirkungen treffen in Tirol nicht nur die Bauern, sondern sind auch für die Tourismuswirtschaft eine große Gefahr. Wenn unsere Berge nicht mehr sicher sind, werden keine Urlauber mehr kommen und somit wird dieser wichtige Wirtschaftszweig für unser Land verloren gehen“, so Kuenz in München.
„Was mich zusätzlich ärgert, ist die Tatsache, dass hier eine Art Naturschutzindustrie im Hintergrund die Fäden zieht und massiv Stimmung „pro Wolf“ macht. Im letzten schaffen es diese Organisationen mit solchen Themen, sich selbst zu sanieren, und das ärgert mich ungemein“, schloss Kuenz.

Foto: Starke Tiroler Abordnung bei Wolfsdemo, u. a. Christian Angerer, Ehrenobmann Anton Steixner und Almwirtschaftsobmann Josef Lanzinger.


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