05.10.2017

Herr LHStv. Geisler, wie Sie selbst sagen, „brennen“ Sie für Olympia. Tun Sie das als Sportreferent oder als Bauernbundobmann?
GEISLER: Sowohl als auch. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir mit unserem Tirol-Angebot für nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Spiele nicht nur wieder den Sport in den Mittelpunkt stellen, sondern Tirol ein Stück vorwärts bringen. Unser Land würde von Olympischen Spielen als Ganzes über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte profitieren.

Gilt das auch für die Landwirtschaft?
GEISLER: Natürlich kommt es immer darauf an, was man daraus macht. Aber eines ist klar: Profitiert das Land, profitiert auch die Landwirtschaft. Olympia würde zusätzliche Wertschöpfung nach Tirol bringen. Wir sind in Sachen Regionalität gut unterwegs und in vielen Bereichen gut aufgestellt. Wenn wir diesen Weg konsequent weitergehen, können wir unsere regionalen Lebensmittel noch stärker als bisher in der Gastronomie vermarkten und anlässlich von Olympia auch einem internationalen Publikum schmackhaft machen.

Viele stehen Olympischen Spielen skeptisch gegenüber, weil sie befürchten, dass wertvoller Grund und Boden verlorengeht.
GEISLER: Es ist gut und richtig, sich über Flächenverbrauch Gedanken zu machen. Von Olympischen Spielen geht hierzu aber keine Gefahr aus. Unser Konzept baut ja darauf auf, dass wir unsere vorhandenen Sportstätten nutzen und keine neuen bauen. Es wird im Zuge von Olympischen Spielen auch keine neuen Straßen geben. Und das Areal des Frachtenbahnhofs in Innsbruck als Standort für das Olympische Dorf ist ohnehin kein landwirtschaftlicher Grund. Olympia, wie wir es wollen, ist kein Flächenfresser.

Wo sehen Sie Felder, in denen die Landwirtschaft profitieren kann?
GEISLER: Wir sprechen immer wieder von Landwirtschaft und Tourismus als Zwillinge oder auch als Schicksalsgemeinschaft. Die Olympischen Spiele 1964 und 1976 haben einen ganz wesentlichen Anteil daran, dass wir als Tourismusregion und Wintersportland absolut führend sind. Wir alle wissen, dass es in vielen Tälern unseres Landes ohne Tourismus trist ausschauen würde. Olympia ist ein Motor für den Tourismus und sichert unseren Ruf als Wintersportland. Dabei geht es heute vor allem um Qualität und um Wertschöpfung in den Regionen, nicht um Quantität. Ob mit Urlaub am Bauernhof, als Mitarbeiter in der Seilbahnwirtschaft oder Dienstleister beim Maschinenring – es gibt unzählige Bereiche, in denen die bäuerlichen Familien direkt von Olympia profitieren würden. Auch deshalb, weil die Wettkämpfe über das ganze Land verteilt sind.

Nicht ganz, beispielsweise in Osttirol finden keine Bewerbe statt.
GEISLER: Das stimmt, aber Obertilliach hat ein hervorragendes Biathlon-Angebot. Das würde im Zuge von Olympia sicher noch stärker in den internationalen Fokus rücken.

Über die Art der Fragestellung hat sich ein Streit entzündet. Was sagen Sie dazu?
GEISLER: Weil es den Olympia-Gegnern nicht gelingt, der Machbarkeitsstudie Argumente und Fakten entgegenzuhalten, hängen Sie sich nun an der Fragestellung auf und suchen verzweifelt ein Haar in der Suppe.

Was sagen Sie all jenen, die noch unsicher sind, wie ie am 15. Oktober abstimmen sollen?
GEISLER: Informieren Sie sich! Diese allfällige Bewerbung ist exzellent vorbereitet. In der Machbarkeitsstudie wurden die Dinge auf Herz und Nieren geprüft und durchgerechnet. Tirol hat mit Gigantismus nichts am Hut. Wir wollen den Sport und die olympischen Werte in den Vordergrund stellen. Wir wollen Spiele, die zu Tirol, die zu uns passen. Wir haben unsere Bedingungen formuliert und ein Tirol-Angebot gelegt. Vergessen wir aber auch nicht, dass Olympische Spiele etwas ganz Besonderes sind. Dieses einzigartige Erlebnis in unserem Land sollen wir vor allem unseren Kindern oder Kindeskindern nicht vorenthalten!

Informationen: www.olympia2026.at

Foto: Tirols Sportreferent LHStv. Josef Geisler: „Wir wollen Spiele, die zu Tirol, die zu uns passen, keinen Gigantismus!“


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Samstag, 21. Oktober 2017,
ab 17:00 Uhr
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Sonntag, 22. Oktober 2017,
ab 10:00 Uhr
Lackenhof, Kitzbühel

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