28.09.2017

Sie sind seit fast vier Jahren Minister. Was haben Sie für die Bäuerinnen und Bauern in Österreich und Tirol erreicht?
Für mich als Tiroler ist es ein ganz besonderes Anliegen, die Zukunft der Almwirtschaft zu sichern. Deshalb habe ich gleich zu Beginn meiner Amtszeit das Almproblem in Angriff genommen und die Sanktionen beseitigt. Jetzt wird intensiv an neuen Alm-Modellen gearbeitet. Es muss Schluss sein mit der jährlichen Almflächenvermessung! Es ist mir auch gelungen, dass das österreichische Programm für die ländliche Entwicklung als erstes von 118 von der Europäischen Kommission genehmigt wurde. Das war deshalb so wichtig, weil nur so die Auszahlungen an unsere Höfe planmäßig erfolgen konnten. Ich bin auch sehr stolz, dass wir den landwirtschaftlichen Bildungsstandort Tirol weiterentwickeln konnten, denn er stand bei den letzten Regierungsverhandlungen zur Diskussion. Wir investieren in Rotholz rund 55 Millionen Euro in ein modernes Bildungs- und Forschungszentrum, wo 400 junge Menschen ausgebildet werden. In Rotholz wird nicht nur ein Gebäude errichtet. Hier wird Zukunft gebaut.

Was konnten Sie als Umweltminister umsetzen?
Ein historischer Moment war natürlich der Weltklimavertrag von Paris. Die Auswirkungen des Klimawandels sind augenscheinlich und bedrohlich. Ich habe den Vertrag mitverhandelt und mich gemeinsam mit dem Rest der Welt damit verpflichtet, den Klimawandel aufzuhalten. Eine Maßnahme dazu ist zum Beispiel mein E-Mobilitätspaket. Ich stehe für Anreize und keine Verbote. Wir brauchen eine Energie- und Mobilitätswende und ich möchte diese gemeinsam mit der Bevölkerung umsetzen. Auch habe  ich ein Paket zur Förderung von E-Mobilität in Höhe 72 Millionen Euro geschnürt.

Vor kurzem haben Sie Ihren Masterplan für den ländlichen Raum vorgestellt. Warum haben Sie ein derart umfangreiches Programm für Österreichs Regionen entwickelt?
Der ländliche Raum ist entscheidend für die Zukunft unseres Landes, denn er ist die Heimat für zwei Drittel der Bevölkerung.  Das Leben am Land hat viele Vorzüge: Vielfältige Natur, frische Lebensmittel, starker sozialer Zusammenhalt – all das und mehr zeichnet unsere Regionen aus. Das ist jedoch leider nur eine Seite der Medaille: Wegen der moderneren Infrastruktur und den besseren Karrierechancen zieht es viele junge Menschen in die Städte. Diesen Trend müssen wir unbedingt stoppen. Die Menschen im ländlichen Raum verdienen Chancengerechtigkeit.

Kommen wir zur Nationalratswahl: Wie sind Ihre Erwartungen?
Zunächst habe mich sehr gefreut, dass ich einstimmig zum Spitzenkandidaten der ÖVP im Wahlkreis Tiroler Unterland gewählt wurde. Jetzt geht es für mich darum, möglichst viele Menschen zu überzeugen und eine breite Unterstützung zu bekommen. Ich werbe natürlich auch um Vorzugsstimmen, da ich mir hier ein klares und starkes Signal wünsche, dass das Tiroler Unterland hinter seinem Minister steht. Denn dann habe ich auch eine starke Stimme in Wien.

Welche Themen sind für Sie in der nächsten Regierungsperiode entscheidend?
Ich möchte den Masterplan für den ländlichen Raum Stück für Stück umsetzen. Darin sind Pläne wie die Dezentralisierung von Behörden und damit Arbeitsplätze raus in die Regionen, eine Digitalisierungsoffensive und die Sicherung der ärztlichen Versorgung am Land enthalten. Der ländliche Raum braucht gerechte Chancen. Ein besonderes Anliegen ist mir, die Bevölkerung und ihr Hab und Gut zu schützen. In Tirol kommt es immer wieder zu Naturkatastrophen, die viel Leid verursachen. Wir investieren viel Geld und Know-how, um den Lebensraum der Menschen zu sichern und große Schäden zu verhindern. Lange Zeit wurde zum Beispiel in Wörgl über das Hochwasserschutz- Projekt diskutiert.  Es ist mir besonders wichtig, die betroffenen Gemeinden zusätzlich zu unterstützen. Es gibt daher eine Sonderfinanzierung für die Gemeinden im Ausmaß von 12,5 Millionen Euro. Damit übernimmt mein Ressort rund 90 Prozent der Kosten des Schutzprojekts.  Damit können Schäden von bis zu 350 Millionen Euro verhindert, rund 1.000 Wohngebäude geschützt und 3.600 Arbeitsplätze gesichert werden.

Was bedeutet die Wahlentscheidung am 15. Oktober für Österreich?
Eines muss uns bewusst sein: Diese Wahl wird eine Richtungsentscheidung für Österreich. Und da sollte sich jeder die Frage stellen: Will man einen Kanzler Kern, der sich lieber inszeniert, plakatiert „Holen Sie sich, was ihnen zusteht“ und damit eine Erbschaftssteuer meint. Oder wollen wir einen Kanzler Kurz, der für Werte wie Eigentum, Leistung und Sicherheit steht. Ich bin überzeugt: Sebastian Kurz wird Österreich mit seinem neuen Politikverständnis in eine gute Zukunft führen.

Zur Person
Andrä Rupprechter, Brandenberg
Am 31. Mai 1961 wurde Andrä Rupprechter in Brandenberg als elftes Kind geboren und wuchs am Schwendterhof auf.
Als Assistent des Direktors des Österreichischen Bauernbundes konnte Andrä Rupprechter 1988 erste Einblicke in die Welt der Agrarpolitik gewinnen.
Ab 1989 unterstützte er als Kabinettsmitarbeiter die Minister Franz Fischler und Wilhelm Molterer. Als Verantwortlicher für internationale Angelegenheiten war er viel unterwegs und gut vernetzt.
Als Abteilungsleiter für EU-Koordination und Planung im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft (BMLF) agierte Andrä Rupprechter ab 1995 im EU-Rat als österreichischer Sprecher im Sonderausschuss Landwirtschaft.
Andrä Rupprechter war Vertreter Österreichs im Sonderausschuss Landwirtschaft (SAL) im EU-Rat. 1998 war er Präsident des SAL während der zweiten Jahreshälfte des ersten österr. EU-Rats-Vorsitzes. International unterwegs, im Herzen stets Tiroler. So auch beim Tiroler–Empfang im Ratsgebäude der EU.
2002-2007 war Andrä Rupprechter Sektionschef für Landwirtschaft und Ernährung im BMLFUW.
Im April 2007 wurde Andrä Rupprechter Direktor für Ländliche Entwicklung im Generalsekretariat des Rates der EU. Damit vollzog er den Eintritt in den Europäischen Öffentlichen Dienst.
Im November 2013 wurde er zum Generalsekretär des Ausschusses der Regionen gewählt, verzichtete aber, um sich als Bundesminister an der Spitze der österreichischen Land-, Forst-, Umwelt- und Wasserwirtschaft zu engagieren.

Meine politischen Themen
1. Masterplan für den ländlichen Raum ... Chancengerechtigkeit für den Zukunftsraum Land.
2. Verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressorucen ... für die Generationen nach uns.
3. GAP – europäische Agrarpolitik ... bewahren, was unsere Lebensgrundlage ist – Bauernfamilien stärken.
4. Menschen und ihr Hab und Gut sichern ... Schutz vor Naturgefahren und Wertschätzung des Eigentums
5. Starkes Tirol – starkes Europa ... die Europäische Union als Gemeinschaftsprojekt schützt und nützt unserem Land in vielerlei Hinsicht. Nutzen wir diese Chance und Schlagkraft!
Ein klares Signal für einen starken Tiroler Minister in Wien: Ihre Vorzugsstimme am 15. Oktober im Wahlkreis Unterland für ANDRÄ RUPPRECHTER!


Aktuelle Termine

Bezirksbäuerinntag Landeck
Samstag, 21. Oktober 2017,
ab 17:00 Uhr
Veranstaltungszentrum Nauders

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Tag der offenen Stalltür mit Hoffest
Sonntag, 22. Oktober 2017,
ab 10:00 Uhr
Lackenhof, Kitzbühel

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Tirol braucht seine Bauern!

Was wäre Tirol ohne Bauern?

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Hundekottafeln bestellen!

Die Hundekotproblematik ist ein ernst zu nehmendes Thema und betrifft viele Bauern in unserem Land. Wir setzen auf Aufklärung und bieten deswegen unsere Hundekottafeln zum Verkauf an. Infos, Bestellungen etc. unter tbb@tiroler-bauernbund.at oder Tel. 0512/59900-12

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