28.09.2017

Sie fallen derzeit besonders auf, weil sie nach und nach wieder zurück ins Tal kommen, die absoluten Stars bei den Almabtrieben sind und unsere Talwiesen wieder beleben: Gemeint sind die Almtiere, die dieser Tage wieder zurück ins Tal auf die saftigen Heimweiden kommen. „Im Außerfern waren heuer 6223 Rinder (vom Kalb bis zur Kuh) auf der Alm. Es gibt bei uns 101 Almen, davon 25 Melkalmen. Insgesamt verbrachten neben den Rindern, 65 Ziegen, 2567 Schafe und 337 Pferde den Sommer auf den Almen im Bezirk Reutte“, berichtet Wörle.  

Almwirtschaft ist umfassende Absicherung für ganze Regionen
„Man darf nicht unterschätzen, welchen enormen Stellenwert die Almwirtschaft für unser Land hat. Fällt die flächendeckende Almbewirtschaftung weg, so steigt die Anzahl der Muren, Lawinen etc. und die Attraktivität des Tourismusstandortes nimmt massiv und vor allem in rasantem Tempo ab“, so Christian Angerer, der als Vizebürgermeister der Gemeinde Breitenwang auch Substanzverwalter der Musteralpe direkt am Plansee ist. „Leider unterschätzen viele Bewohner unseres Bezirkes die gravierenden Auswirkungen einer fehlenden bzw. nicht flächendeckenden Almwirtschaft. Man merkt diese Entwicklungen eben erst dann, wenn sie einen direkt betreffen. Das ist dann jedoch meistens zu spät.“ Angerer nennt die Dinge beim Namen: „Jobs in Tourismus, Landwirtschaft und Wirtschaft wären gefährdet. Kein Mensch will bei uns Urlaub machen, weil die Wälder so dicht und die Stauden so hoch sind“, schildert Angerer die Zusammenhänge. „Werden die Almen nicht mehr bestoßen, so mutieren unsere steilen Berghänge zu Rutschbahnen für Muren und Lawinen. Unsere gepflegte Kulturlandschaft leistet einen wertvollen Beitrag zum Schutz vor Naturgefahren“, bringt Angerer den Sachverhalt auf den Punkt.

Rahmenbedingungen und Nachbarschaftshilfe
„Es gilt die Rahmenbedingungen so zu stärken, dass möglichst viele Bauern nach wie vor ihre Tiere in Tirol auf die Alm bringen können. Wir haben im Außerfern sehr viel Fremdvieh. Teilweise treiben Bauern aus dem Zillertal ihre Tiere im Sommer auf Außerferner Almen, und darüber sind wir froh“, so Wörle und Angerer.
„Ich fordere als leidenschaftlicher Schafzüchter mit aller Entschiedenheit eine wolffreie Zone in Osteuropa zu errichten. Sobald nur ein auffälliges Tier damit beginnt, in unserem Bezirk, ein Tier zu reißen, ist die gesamte Almwirtschaft gefährdet. Ich bin mir sicher, dass keiner unserer Bauern seine Tiere an Wölfe verfüttern und Weidetiere dieser Bedrohung und dem damit einhergehenden Leid aussetzen will“, so Angerer.
Abschließend hält er fest: „Die Ratschläge von in Städten ansässigen Tierschutzorganisationen, wonach wir Bauern kilometerlange und meterhohe Zäune errichten und scharfe, unerschwinglich teure Herdenschutzhunde halten sollen, sind eine reine Farce und Beleidigung für jeden Almbauern.“

Bild: Die Zukunft der Außerferner Almwirtschaft mitgestalten: Bezirksbauernobmann Richard Wörle (li.) im Gespräch mit dem Obmann der Tiroler Maschinenringe und Vize-Bgm. von Breitenwang, Christian Angerer.


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Sonntag, 22. Oktober 2017,
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