07.09.2017

Herr Christian Angerer, wie ist es zu Deiner Kandidatur für den Nationalrat gekommen?
ANGERER: Ich war im Juni grad’ auf dem Traktor beim Kreiseln. Da hat mich unser Bezirksbauernobmann Richard Wörle angerufen, ob ich bereit wäre, für die Nationalratswahl als Kandidat zur Verfügung zu stehen. Ich habe spontan zugesagt, was normalerweise nicht meine Art ist. Was mich dann überrascht hat, war, dass auch die Bezirke Imst und Landeck auf mich gesetzt haben und offensichtlich die Berufs- und Lebenserfahrung meiner Person schätzen. Somit bin ich der Bauernbund-Kandidat des Wahlkreises Oberland und deshalb auf Position 4 platziert. Wenn es über das Vorzugsstimmenmodell der Wunsch der Wählerinnen und Wähler ist, als Spitzenreiter aus der Wahl hervorzugehen, bin ich auch bereit, dieses Mandat anzunehmen.

Und wie sieht Deine Berufslaufbahn aus?
ANGERER: Ich bin 1975 als erster Banklehrling zur Raiffeisenbank Reutte gekommen und habe das Bankgeschäft von der Pike auf gelernt, ich war damals der 15. Mitarbeiter. Die Bank hat eine überdimensionale Entwicklung genommen und war eine der größten Primärbanken Österreichs. Vor allem durch das Zollausschlussgebiet Jungholz wurde aus einer kleinen Regionalbank ein internationales Bankunternehmen, zu Spitzenzeiten hatte die Bank deutlich über 300 Mitarbeiter. Von den 41 Dienstjahren habe ich dort 30 Jahre lang als Prokurist gearbeitet und war für den „Hintergrund“ der Bank zuständig. Nach einer Gesetzesänderung kam es zu einer deutlichen Redimensionierung der Bank.

Deine weitere Tätigkeiten?
ANGERER: Inzwischen war ich in die Gemeindepolitik eingestiegen – ich war übrigens schon 2006 Nationalratskandidat im „Team Schüssel“ – und bin Vizebürgermeister von Breitenwang und Substanzverwalter, also Geschäftsführer der Gemeindegutsagrargemeinschaft Breitenwang. Neben den klassischen Themen Wald und Weide gehören noch die Musteralpe mit der  neuen Schaukäserei, ein Hotel, zwei Campingplätze und eine Deponie dazu. Insgesamt bin ich bei Gemeinde und Agrargemeinschaft Personalverantwortlicher für ca. 35 Menschen. Bei der Agrargemeinschaft haben wir den Fokus auf Tourismus und Naherholung gelegt. Unser neues Konzept, bei dem wir über 2,5 Mio. Euro investiert haben, ist aufgegangen und hat um ein Drittel mehr Gäste, ein Drittel mehr Umsatz und damit auch Gewinn gebracht. Was mich am meisten freut, ist die Sennerei. Unser Käse wurde zum Beispiel in Galtür mit einer Goldmedaille prämiert.

Und im Maschinenring?
ANGERER: Im Maschinenring bin ich schon viele Jahre tätig, so bei der Gründung des Maschinenringes Reutte und dann als langjähriger Aufsichtsrat. Als es im Vorjahr zur Neuwahl auf Landesebene kam, war ich überraschend Wunschkandidat von Vorstand und Aufsichtsrat und bin im Juni 2016 zum Landesobmann gewählt worden. Es ist gelungen, in kürzester Zeit Ruhe in die Maschinenring-Szene in Tirol und auch auf Österreich-Ebene zu bringen.

Du bist aber immer auch als Bauer tätig gewesen?
ANGERER: Ja, ich war immer Nebenerwerbsbauer, jetzt bin ich offiziell Vollerwerbsbauer. Ich habe von Vater und Schwiegervater den Schaf- und Ziegenbetrieb übernommen, vergrößert und weiterentwickelt. Normalerweise bin ich täglich im Stall, außerdem ist mein Sohn Christoph sehr an der Landwirtschaft interessiert und arbeitet kräftig mit. Die Nachfolge ist also gesichert. Dazu kommt nun auch das fünfte Jahr Urlaub am Bauernhof in Form einer Ferienwohnung. Das ist eine ideale Ergänzung, die meine Frau Sigrid erledigt. Das enspricht meinem Slogan, auch beim Maschinenring: Es muss uns gelingen, jungen Menschen im Vollerwerb eine Perspektive zu geben, zum Beispiel mit einem Zuerwerb über Urlaub am Bauernhof oder den Maschinenring, damit man eine solide finanzielle Basis hat.

Welche politischen Ziele hast Du?
ANGERER: Ich habe mir vier Themen vorgenommen: Einmal die Absicherung der bäuerlichen Familienstruktur, auch als Landesobmann der Tiroler Maschinenringe, dann das Thema Mobilität, z. B. den Bau des Tschirganttunnels und Schaffung eines Alternativwegenetzes entlang der Fernpassroute für den landwirtschaftlichen Verkehr und den Anrainerverkehr. Weiters die Sicherung der ärztlichen Versorgung und der Pflege in dem Gemeinden und schließlich, was ich aus meiner Erfahrung stark unterstreichen kann: Weniger Bürokratie und mehr Eigenverantwortung schafft neue wirtschaftliche Möglichkeiten.
Danke für das Gespräch!  A.H.

Zur Person
Geboren am 9. März 1960
Volksschule, Gymnasium
1975 erster Banklehrling bei der Raiffeisenbank Reutte, 30 Jahre lang Prokurist (bis November 2016), Einstieg in die Gemeindepolitik, Vizebürgermeister von Breitenwang
Substanzverwalter (Geschäftsführer) der Gemeindegutsagrargemeinschaft Breitenwang (Musteralpe mit Sennerei, Hotel, zwei Campingplätze)
Maschinenring: Gründungsmitglied des MR Reutte, langjähriger Aufsichtsrat, seit Juni 2016 Landesobmann der Tiroler Maschinenringe
Landwirtschaft:
Vollerwerbsbauer – Schaf- und Ziegenzuchtbetrieb
Urlaub am Bauernhof
ca. 7,5 Hektar bewirtschaftetes Grünland, ca. die Hälfte zwei- bis dreimähdig, die andere Hälfte einmähdig
40 Tiroler Bergschafe, 10 Gemsfarbige Gebirgsziegen
Seit 20 Jahren Funktionär im Tiroler Schafzuchtverband (Vorstand), seit 10 Jahren Obmannstellvertreter der Tiroler Lamm- und Wollgenossenschaft, seit 15 Jahren Bezirkskammerrat in der BLK Reutte
Weitere Funktionen:
Ortsbauernobmann
Ortsparteiobmann
Familie:
Frau Sigrid: Hausfrau,
Urlaub am Bauernhof
Sohn Christoph (geb. 1996): zur Zeit Zivildiener, auch in der Landwirtschaft tätig
Tochter Sabine (geb. 2003): Schülerin
Hobbys: Tiroler Bergschafzüchter, Bergsteigen, Skifahren, Lesen
Stärken: bodenständig, strebsam, ergebnisorientiert, teamfähig
Schwäche: Ungeduld („das wird aber mit zunehmendem Alter besser“, so Angerer)

Meine politischen Ziele
1. Erhaltung und Stärkung der bäuerlichen Familienstrukturen (auch in der Tätigkeit als Landesobmann der Tiroler Maschinenringe)
2. Mobilität – Lösungen für morgen: z. B. Bau des Tschirganttunnels sowie Schaffung von Ausweichstrecken für Anrainer entlang der Fernpassroute
3. Sicherung der ärztlichen Versorgung und Pflege in den Gemeinden
4. Weniger Bürokratie – mehr Eigenverantwortung: schafft neue wirtschaftliche Möglichkeiten
Darum: Stärken Sie den bäuerlichen Kandidaten im Oberland und geben Sie am 15. Oktober CHRISTIAN ANGERER Ihre Vorzugsstimme!


Aktuelle Termine

Sprechtag Rechtsberatung
Donnerstag, 23. November 2017
BLK St. Johann

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Bezirkskonferenz Kufstein
Donnerstag, 23. November 2017,
ab 20:00 Uhr
Gasthof Strandbad, Kirchbichl

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