31.08.2017

Die Alarmglocken schrillen. „Südtirols Bauern haben heuer erstmals damit begonnen, ihre Tiere frühzeitig von den Almen zu holen, um sie vor Wolfattacken zu schützen. Zorn und Angst dominieren den Alltag vieler Almbauern“, so der Südtiroler Bauernbundobmann Leo Tiefenthaler in seinem Eingangsstatement. „Es handelt sich in Südtirol schon lange um keine Einzelfälle mehr und die Bilder und Videos, die die verzweifelten Tierhalter an den Südtiroler Bauernverband schicken, oder in den sozialen Medien veröffentlichen, sind schockierend“, berichtet Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl.

„Es sind derzeit über 2000 Wölfe, die in Italien unterwegs sind und die Vermehrungsrate liegt bei ca. 30% im Jahr. „Bei der Wolfpopulation im italienischen Raum handelt es sich Großteils um Hybriden, also um Wölfe, die sich mit Haushunden verpaart haben. Das macht die Tiere unseres Erachtens noch gefährlicher und unberechenbarer und es stellt sich zunehmend die Frage ob es sich hier noch um eine, nach den Flora-Fauna-Habitatsrichtlinien, zu schützenden Rasse Wolf handelt. Eigentlich müsste man bei manchen Populationen schon lange von Wildhunde mit Wolfeinschlag reden. Hier stellt sich für uns die Frage, ob es sich dabei wirklich noch um eine schützenswerte Tierart handelt und diese Anfrage haben wir so in Brüssel deponiert“, so der EU-Abgeordnete Herbert Dorfmann, der an der Sitzung teilnahm und mit den anwesenden Bauernbünden nicht nur über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP 2020+), den Brexit und die neuen Herausforderungen durch Naturkatastrophen und Ernteausfällen diskutierten, sondern auch das Thema Wolf ins Auge fasste.

Soziale Netzwerke sind die Stammtische der heutigen Zeit
Bauernbundobmann Josef Geisler betonte den Stellenwert der Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit bei der Wolfthematik. „Es liegt auch an uns, den Menschen vor Augen zu führen, was Viehhalter nach einer Wolfattacke auf ihren Alm- und Heimweiden vorfinden, nämlich ein Bild von nur schwer zu ertragendem Tierleid“, fand Geisler klare Worte. „Menschen kennen oftmals nur verharmlosende Bilder von Wolfwelpen, die von NGO’s mit sehr viel finanziellem Aufwand über die sozialen Medien verbreitet werden. Dass der Wolf aber Lämmer, Fohlen, Kälber, etc. in der Regel von hinten her beginnend bei lebendigem Leibe auffrisst und dass das Tierleid bei so einer Wolfattacke enorm ist, wissen die Wenigsten –oder sie wollen es nicht wahrhaben“, so Geisler zu den anwesenden Bauern-Vertretern der drei Länder. Er forderte eine intensivere Zusammenarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit, um in vielen Bereichen, die für die Bauern wichtig sind, nachhaltig zu wirken. „Denn die sozialen Netzwerke sind die Stammtische der heutigen Zeit und unser Ziel muss es sein, bei diesen Diskussionen als Gesprächspartner, Aufklärer und Fachexperten nicht zu fehlen."



Zukunft der Alm- und Tourismuswirtschaft ist gefährdet
„Auch wenn es sich in Tirol derzeit noch um Einzelfälle handelt, so sehe ich unsere flächendeckende Almbewirtschaftung massiv gefährdet. Ein Wolf wird sich wohl kaum an die Landesgrenzen halten. Unsere Kollegen aus Bayern und aus Südtirol kämpfen bereits massiv gegen die Wölfe an und bei uns wird das in absehbarer Zeit genau gleich werden“, so Peter Raggl. Wir fordern deswegen gemeinsam, die drei Länder Südtirol, Tirol und Bayern, zur wolffreien Zone zu erklären. Sonst werden Land- und Tourismuswirtschaft schon sehr bald mit massiven Problemen zu kämpfen haben“, so Raggl abschließend.


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