31.08.2017

Luftig-locker, goldgelb, mit einem zarten Hauch aus Staubzucker und in Begleitung von hausgemachtem Zwetschenröster präsentiert sich der Kaiserschmarren auf den Tellern. Die Feinschmecker, die bereits eifrig gabeln, sind sich einig: Besser geht’s nicht! Die Gäste am Nebentisch bestellen auch gleich eine Portion. Dieselbe Begeisterung entfachen mittlerweile viele traditionelle Gerichte der Tiroler Küche. Auch interessante Wiederentdeckungen aus Hof, Feld und Gemüsegarten finden Beachtung bei anspruchsvollen Genießern. Denn die besten Zutaten wachsen oft vor der Haustür oder sind bei den Bauern im Ort zu bekommen.
Dabei ist es gar nicht so lange her, dass die heimische Küche in der gehobenen Tiroler Gastronomie wie ein Stiefkind behandelt wurde. Das Gute lag nicht nah, sondern exotisch weit entfernt. Um ein neues Bewusstsein zu schaffen für die Köstlichkeiten aus der Region, gründete Kurt Tropper, stellvertretender Geschäftsführer des Tourismusverbandes Kitzbüheler Alpen-Brixental, vor neun Jahren mit fünf Gastwirten die Initiative „KochArt“.
Kurt Tropper: „Der Start war schwierig, denn viele Wirte und Landwirte glaubten nicht, dass die Gäste bereit wären, den Mehrwert für regionale Qualitätsprodukte zu bezahlen. Erst nach und nach merkten sie, wie groß der Zuspruch ist. Natürlich kann man in einer Region wie den Kitzbüheler Alpen mit 1,6 Millionen Nächtigungen im Jahr nicht alle Lebensmittel aus dem näheren Umfeld beziehen, aber mit speziellen Kooperationen zwischen Bauern und Gastwirtschaft ist es uns gelungen, Angebot und Nachfrage deutlich zu steigern.“

23 Gastbetriebe im Dienst heimischer Kultur
Die Wegbereiter für eine neue regionale Kulinarik verfolgten ihr Konzept konsequent weiter. Heute besteht der Zusammenschluss aus 23 Wirten, die sich gemeinsam stark machen für Regionalität und Nachhaltigkeit in der Gastronomie. Dabei ist es nebensächlich, ob sie eine Almwirtschaft, einen Berggasthof oder ein exklusives Restaurant im Tal führen, ausschlaggebend sind die Wahl heimischer Qualität bei den Lebensmitteln und die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten. Die Kunst und Kreativität der Köchinnen und Köche trägt das Ihre zum Erfolg bei.
Bei den Rezepten beschränken sich die KochArt-Wirte nicht darauf, Omas bewährte Schmankerln nachzukochen, sondern wandeln traditionelle Zutaten und Gerichte fantasievoll ab. So servieren sie z. B. Wildkräutercremesuppe, Beinwellröllchen mit Ziegenkäse, geräuchertes Rehtartar mit Sellerie, Blunzenravioli auf Spitzkraut, Radieschenstrudel, knuspriges Bauernhendl in der Haselnusskruste. Der Entdeckerfreude sind kaum Grenzen gesetzt. In jedem Fall eine schöne Alternative zu Pizza und Toast Hawaii!

Alte Gemüsesorten kommen zu neuen Ehren
In Zusammenarbeit mit dem Verein ARCHE Austria und ausgewählten heimischen Bauern greift die innovativ-traditionelle Küche auch auf fast vergessene Tierrassen, vor allem aber auf alte Gemüsesorten zurück. Unter anderem kommen Rohnen, Kürbis, Kohl, Mairübe und Topinambur zu neuen Ehren am liebevoll gedeckten Tisch.
Das Engagement der KochArt-Wirte bringt nicht nur vielfältige Gaumenfreuden, sondern eröffnet auch den heimischen Bauern, Züchtern und Lebensmittellieferanten neue Absatzmöglichkeiten. Gerade kleinbäuerliche Strukturen in den alpinen Regionen können nur überleben, wenn sie auf Qualität setzen. Gleichzeitig bieten Kooperationen wie KochArt eine Chance für den Tourismus und die Wirtschaft im Allgemeinen.
Die einheimischen Gäste werden angeregt, zuhause ebenfalls nach dem Motto „Das Gute liegt so nah!“ zu kochen. Die ausländischen Gäste wiederum kosten sich mit jeder Mahlzeit durch ein wohlschmeckendes Stück Tirol und finden einen neuen Zugang zu den Traditionen und Werten unseres Landes. Sie sehen auch unsere Alm- und Landwirtschaft mit neuem Interesse. „Wo hat dieses köstlich schmeckende Lamm noch vor kurzem gegrast? Diese Alm schauen wir uns doch morgen gleich einmal an!“

Kontakt
KochArt Projektmanagement
c/o Tourismusverband Kitzbüheler Alpen – Brixental
Kurt Tropper
Dorfstraße 93
A-6364 Brixen im Thale
Telefon: +43 57507 2210
E-Mail: info@kochart.tirol
www.kochart.tirol

Bild: Einer der Lieferanten von „KochArt“: Hendlbauer Michael Astner aus der Kelchsau.


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Freitag, 22. September 2017,
ab 9:00 Uhr
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Almabtriebt in Schattwald
Samstag, 23. September 2017
Schattwald

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