10.08.2017

Bei der regionalen Mulchsaat wird frisch gemähtes Heu direkt auf die vorgesehene Fläche aufgelegt. Durch die entstehende „Decke“ bildet sich ein Mikroklima, das sich auf die Keimlinge positiv auswirkt. Außerdem sorgt die Behaarung des Heus für eine gute Haftung, was an Steilhängen sowie bei Unwettern von Vorteil ist. Ein Zuwachs an Biomasse der Pflanzen lässt sich dadurch ebenfalls verzeichnen.


Artenvielfalt erhalten
Der gemeinsame Antrag bezüglich regionalen Saatguts der Landtagsabgeordneten Florian Riedl und Rudolf Nagl wurde einstimmig angenommen. „Wir haben im öffentlichen Bereich immer wieder Flächen, die rekultiviert werden müssen und da ist es wichtig, dass das Saatgut aus der Region kommt“, meint LAbg. Florian Riedl: „Bis jetzt wurde hauptsächlich Kärntner Saatgut in unseren Breiten verwendet.“ Dieses sei zwar an die Höhe angepasst, jedoch nicht an die vorherrschenden Klimaverhältnisse. Nicht heimisches Saatgut hat zudem negative Auswirkungen auf Flora und Fauna.
Die regionalen Pflanzenarten könnten durch falsches Saatgut verfälschen, klärt der Schutzgebietsbetreuer Klaus Auffinger auf: „Durch Regionalität bleibt die Kulturlandschaft erhalten.“
Eine Probefläche mit der sogenantnen Kärntner Saatgutmischung unterstreicht die Behauptungen der Experten. Gering vorhandene Farbtupfen und eine abweichende Färbung des Grases heben den Wiesenabschnitt deutlich vom Rest der heimischen Grünfläche ab. Kärntner Saatgut beinhalte nicht die Artenvielfalt, die in Tirols Wiesen üblich sei, wie die Vertreter des Projekts bestätigen. Durch regionales Saatgut bleibe somit der Artenreichtum erhalten. Ein bereits geglücktes Projekt mit heimischer Saat in Obernberg hat dies bestätigt.
Lukas Peer, Vizebürgermeister von Navis, und Vinzenz Eller, Obmann des Lagerhauses Steinach, sind sich einig, dass das heimische Saatgut den Einwohnern selbst zugute kommt. „Viehlose Bauern können so ihr Heu an den Mann bringen“, stellt Vinzenz Eller fest. Nicht bewirtschaftete Flächen würden Heu für die Mulchsaat abwerfen, wovon der Bauer profitiere. Ebenso würde einer Verwilderung der Grünfläche vorgebeugt. Voraussetzungen sind die Termineinhaltung des Schnittzeitpunktes und der Abernte durch den Bauern sowie die 40 Jahre lang gültige Zertifizierung. Laut Lukas Peer nütze der Handel mit dem örtlichen Saatgut ebenso der Umwelt, da lange Transporte dentfielen.
LAbg. Rudolf Nagl hebt den massiven Mehrwert für die ganze Region hervor: „Gerade die regionale Bedeutung für den ländlichen Raum ist von wesentlicher Bedeutung.“
Gestartet wurde das Projekt der regionalen Saat im Zuge der Maßnahmen gegen den Hangrutsch in der Kerschbaumsiedlung. Die Wildbach und Lawinenverbauung (WLV) ist für das Großprojekt der Kerschbaumsiedlung zuständig und hat durch Entwässerungs- und flächenwirtschaftliche Maßnahmen bereits Erfolge erzielt.

Bild: V. l.: Florian Penz, Geschäftsführer Landw. Genossenschaft Steinach a. Br., Ivo Schreiner, Stv. Gebietsbauleiter Mittleres Inntal der Wildbach- und Lawinenverbauung, Klaus Auffinger, Schutzgebietsbetreuer, Vize-Bgm. Lukas Peer, Navis, Bgm. Vinzenz Eller, Obmann der Genossenschaft, Bgm. Josef Saxer, Aufsichtsratsvorsitzender, LAbg. Florian Riedl und LAbg. Rudolf Nagl.


Aktuelle Termine

Versteigerung
Mittwoch, 23. August 2017
Rotholz

Details

Sprechtag Rechtsberatung
Mittwoch, 23. August 2017
BLK Reutte

Details



Tirol braucht seine Bauern!

Was wäre Tirol ohne Bauern?

Finden Sie mehr Infos zur Kampagne und zu den beliebten Tiroler Bauern Produkten in unserem Online-Shop.

mehr


Hundekottafeln bestellen!

Die Hundekotproblematik ist ein ernst zu nehmendes Thema und betrifft viele Bauern in unserem Land. Wir setzen auf Aufklärung und bieten deswegen unsere Hundekottafeln zum Verkauf an. Infos, Bestellungen etc. unter tbb@tiroler-bauernbund.at oder Tel. 0512/59900-12

Infos, Preise, etc.

Unsere Adresse


Tiroler Bauernbund
Brixner Straße 1
A-6020 Innsbruck
Tirol - Österreich
Telefon +43 512 59900-12
Fax +43 512 59900-31

Email

Bauernbund Wetterservice


Der Tiroler Bauernbund liefert in Kooperation mit der ZAMG täglich Wetterinfos. Auf unserer Homepage oder auf der Bauernbund-Wetterhotline +43 512/561593

aktuelles Wetter

Wozu Tiroler Bauernbund?


In unserem Imagefilm und der Infobroschüre erfahren Sie mehr über Ursprung, Aufgaben, Ziele und die Bedeutung des Tiroler Bauernbundes.

Video

Broschüre

Volltextsuche


Die einfache Suche nach Personen, Orten, Dingen und Terminen!

Tiroler Bauernbund