20.07.2017

Die Tiroler Landwirtschaft ist kleinstrukturiert wie in sonst kaum einem Land und arbeitet sehr naturnahe. Der Anteil der Biobetriebe steigt und viele beteiligen sich am Programm für umweltnahe Landwirtschaft (ÖPUL)“, so Mayerl. Gerade in diesem Bereich ortet Mayerl jedoch eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung, die ihm sichtlich Kopfzerbrechen bereitet: „Wir verzeichnen zunehmend mehr Ausstiege aus dem Umweltprogramm, weil Auflagen, Aufwand und Bürokratie massiv steigen. Wenn man Auflagen so sehr schärft, dass sie für die Kontrollierten kaum mehr zu stemmen sind, dann erreicht man leider manchmal das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen will!“ Dabei handle es sich laut Mayerl genau um jene Bereiche in der Landwirtschaft, welche die Bevölkerung besonders schätzt.
Insofern sei festzuhalten, dass in Tirol die gewünschte und die vorhandene Landwirtschaft nicht weit auseinanderliegen. „Alpung und Behirtung, Biolandwirtschaft, Tierwohl, Weidehaltung, sowie der Silageverzicht und Naturschutzmaßnahmen mit dem Fokus auf die Biodiversität sind jene Punkte die mit dem ÖPUL-Programm besonders gestärkt werden.

Flächendeckende Landwirtschaft sichern
Und dennoch, so Mayerl, habe man in Tirol mit zwei gegenläufigen Bewegungen zu tun: „In den Tallagen wird stark intensiviert, weil dort die Produktionsgrundlagen sehr gut sind  – hier stehen jedoch unsere Bauern massiv im Wettbewerb mit Bauern aus anderen Ländern Europas.“ Einen absoluten Kontrast dazu stelle laut Mayerl die Landwirtschaft im Berggebiet dar. „Hier werden Flächen schon jetzt zunehmend extensiver bewirtschaftet und es könnte in den kommenden Jahren Täler geben, wo die Bewirtschaftung nicht mehr gewährleistet werden kann.“
„Wollen wir auch in Zukunft eine flächendeckende Landwirtschaft haben?“, diese Frage stellte Mayerl allen anwesenden Abgeordneten und Regierungsmitgliedern und richtete gleichzeitig einen Appell an Entscheidungsträger in Behörden und Ämtern: „Wenn wir in Zukunft nicht noch mehr mit Sach- und Hausverstand an die Dinge herangehen, werden sich besonders junge Landwirte das alles nicht mehr bieten lassen.“ Und Mayerl konkretisierte: „Wenn einmal ein Weg zu richten, eine Mauer oder ein Strauch in einem Feld zu entfernen sind, dann sollte man mit Augenmaß an diese Sache herangehen.“


Stoppt den Klassenkampf!
Für die Zukunft wünschte sich der Osttiroler Abgeordnete und selbst Bauer in Dölsach, dass es Ziel sein muss, die Wertschöpfung zu erhöhen. „Wir Bauern wollen nicht von Subventionen abhängig sein, sondern einen entsprechenden Wert für das Produkt zu erreichen. Gott sei Dank gibt es immer mehr interessante Projekte in Tirol, wo das relativ gut klappt.“
Abschließend richtete sich Mayerl an die Abgeordneten der Oppositionsparteien: „Mir tun die ewigen Debatten, die von Klassenkampf geprägt sind, sehr weh. Gerade bei den Diskussionen zur Kammerfinanzierung und zur Novelle des TFLG merkt man sofort, dass hier Personen am Werk sind, die die Dinge nicht akzeptieren wollen und lieber politisches Kleingeld auf dem Rücken unserer Bauernfamilien wechseln, anstatt sachlich zu bleiben, und das ist sehr schade. Das Durchschnittseinkommen in der Tiroler Landwirtschaft beträgt 9000 Euro und wenn hier Abgeordnete, ohne mit der Wimper zu zucken, behaupten, dass es sich bei den Tiroler Bauern um lauter Privilegierte bzw. Millionäre, die von der Substanz leben, handelt, schmerzt es mich und kratzt teilweise am Selbstvertrauen unserer Bauern.“

Foto:LAbg. Martin Mayerl: „Mir tun die von Klassenkampf geprägten Debatten sehr weh!“


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Samstag, 21. Oktober 2017,
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Sonntag, 22. Oktober 2017,
ab 10:00 Uhr
Lackenhof, Kitzbühel

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