11.05.2017

 

Wir müssen was tun. Tun wir nichts, machen es andere. Nachfrage und Angebot bestimmen den Preis“, brachte es Berglandmilch-Generaldirektor Josef Braunshofer auf den Punkt. Denn am wichtigsten Auslandmarkt der Berglandmilch, nämlich Deutschland, dreht sich die Diskussion immer mehr um das Tierwohl. „Dies ist zwar ein städtisches Thema und für unsere bäuerlichen Familien – mit einer speziellen Tierhaltung quasi mit Familienanschluss und mit Sommerfrische in einer Region, in der Millionen Städter ihren Urlaub verbringen – schwer nachvollziehbar. Aber unsere Konsumenten leben in den Ballungszentren – mit stark steigender Tendenz. Daher raten wir unseren Milchlieferanten, bei geplanten Investitionen unbedingt diesen Aspekt zu berücksichtigen“, betonte Tirol Milch Obmann Stefan Lindner in seinem Bericht. „Wir müssen uns dieser Diskussion stellen“, ergänzte Direktor Josef Braunshofer.


In der anschließenden Diskussionsrunde formulierte ein Bauer treffend: „Ein Verbot der Anbindehaltung wäre das Aus der vielen kleinen Bergbauernbetriebe vor allem im Tiroler Oberland. Ist es den Handelsketten, die dies im Namen der Konsumenten fordern, auch bewusst, dass ein Ende unserer kleinstrukturierten Berglandwirtschaft gleichzeitig das Aus für die typische Tiroler Landschaft bedeuten würde, die ja viele Städter schätzen?“ Dazu erwiderte Lindner, dass die Berglandmilch auch in Zukunft bemüht sein wird, die bereitgestellte Milch der Bauern abzuholen.   
Wo Tirol Milch drauf steht, ist auch Tirol Milch drin Sichtlich emotional wurden Lindner und Braunshofer beim Thema „Marke Tirol Milch“: „Für die Zukunft lassen wir uns zertifizieren und damit diese wichtige Botschaft, dass Tiroler Milch enthalten ist, wo Tirol Milch drauf steht, von unabhängigen Kontrollstellen noch stärker untermauern.“  


Stabile Seitwärtsbewegung beim Milchgeld


Wie entwickelt sich das Milchgeld im laufenden Jahr? Derzeit ist der Milchpreis stabil. Der Milchpreis wird in den nächsten Monaten nicht sinken, sondern eine „stabile Seitwärtsbewegung“ aufweisen, das heißt in etwa gleich hoch bleiben, so Berglandmilch.  
Erfreulich ist, dass auch im Vorjahr kein einziger Liter Milch versendet worden ist, sondern die angelieferte Milch bis auf den letzten Liter veredelt wurde. Besonders erfreulich zeigt sich inzwischen, dass die Entscheidung Österreichs für eine genenerelle GVO-freie Zone richtig war. In Deutschland entsteht derzeit eine GVO-freier Fleckerlteppich. Gentechnikfreiheit ist nach wie vor ein Exportschlager.  


Angebot an Alpenmilch- Lieferanten


Zur Diskussion über jene Bauern, die mit der Schließung der Milchhandelsgesellschaft Alpenmilch Logistik (vormals Freie Milch Austria) den Liefervertrag verloren haben, stellte Lindner richtig: „Wir haben den Bauern sehr wohl ein Angebot unterbreitet. Berglandmilch nimmt die Milch ab, aber zu einem differenzierten Milchpreis, der unter jenem unserer Berglandmilch-Genossenschaftsmitglieder liegt.“

 

Faktenbox

Zahlen 2016 Tirol Milch

• Milchanlieferung: 229,4 Mio. kg  (+ 0,5 %), (Milchpreis seit Februar 2017: 36,73 Cent). Heumilch: 44,05 Cent; Biomilch: 51,08 Cent;  ZZU-Bio: 52,88 Cent; ZZU-Bio-Heumilch: 57,74 Cent.
• Der Milchpreis lag 2016 über dem österr. Durchschnitt. Die Qualität der angelieferten Milch überdurchschnittlich. Mitglieder 2950 (31.12.2016). 


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